
Eine unbequeme Wahrheit für alle Eventmarketer:innen: Deine Zielgruppe zu erreichen, wird jedes Jahr teurer, und du erfährst dabei immer weniger darüber, wen du eigentlich erreicht hast. Tut weh, stimmt aber.
Woran liegt das? Vier Entwicklungen treiben Online-Marketing in dieselbe Richtung:
Dafür gibt es eine klare Lösung: Sorg dafür, dass die Daten dir gehören. Oder im Marketing-Sprech: Sammle First-Party-Daten.
Wenn du die Daten deiner Zielgruppe selbst besitzt, hast du mehr Kontrolle darüber, bist für dein Marketing nicht auf Big Tech angewiesen und kommst besser mit technischen Hürden klar.
Unten erfährst du, warum Third-Party-Tracking immer unzuverlässiger wird, was First-Party-Daten genau sind und wie du sie mit Server-Side-Tracking sammelst.
Third-Party-Cookies sterben aus, wie halb LinkedIn längst verkündet hat. Safari und Firefox blockieren sie standardmäßig, also ist ein großer Teil des Traffics in deinem Ticketshop schon cookielos.
Bei Eventpublikum in den Niederlanden und Belgien liegt dieser Anteil über dem weltweiten Durchschnitt, weil dort viele ein iPhone haben und viele Tickets mobil gekauft werden.
Und es geht um mehr als Cookies. Consent-Banner sind sehr unterschiedlich gebaut, und bei jeder Variante gehen Daten verloren. Bis zu 60% der Besucher:innen lehnen die Einwilligung auf Websites ab. Dazu kommen Adblocker, die inzwischen rund 30% nutzen, vor allem auf dem Desktop. Und Tracking-Schutz betrifft alle Browser außer Chrome, mit bis zu 40%. Technik ist eine deiner größten Hürden, wenn du gute Marketingdaten sammeln willst.
Auch die Regulierung geht in diese Richtung. Digitales Marketing war lange der Wilde Westen, inzwischen ist es in der EU ein streng regulierter Markt. Mit dem Digital Services Act, dem Digital Markets Act, der DSGVO und mehr wird es für Marketer:innen zum Balanceakt, alle Regeln einzuhalten.
Dich darauf zu verlassen, dass Drittanbieter deine Daten für dich sammeln, funktioniert für Eventmarketer:innen heute schlicht nicht mehr. Hier kommen First-Party-Daten ins Spiel.
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First-Party-Daten sind Daten, die du direkt bei deinem eigenen Publikum sammelst, über deine eigenen Kanäle und mit dessen Einwilligung.
Für Veranstalter:innen heißt das: wie sich Ticketkäufer:innen auf deiner Website verhalten, welche Daten sie bewusst oder unbewusst teilen und wie sie in deinem Ticketshop Tickets kaufen. Dazu gehören Vorlieben, Surfverhalten, Lieblingsgenres und mehr. Du hast diese Daten gesammelt, du weißt, wie du das gemacht hast, und du kannst es belegen. Sie liegen in deinem CRM oder auf deinem Server, also nutzt du sie für deine Kampagnen, ohne einen externen Datenanbieter dazwischen.
Gut zu wissen: Zero-Party-Daten sind eng verwandt und einen Blick wert. Das sind Informationen, die jemand bewusst herausgibt, weil die Person dafür etwas zurückbekommen will. Zum Beispiel, wenn Ticketkäufer:innen selbst ihre Lieblingsgenres auswählen oder im Ticketshop ihre Registrierungsdaten ausfüllen.
Eventpublikum macht das bereitwilliger als die meisten anderen Branchen, weil der Nutzen sofort klar ist. Ein Ska-Punk-Fan will von der Ska-Punk-Show drei Städte weiter erfahren und findet es gut, dass du das weißt.

Das meiste Gewicht tragen vier Kategorien:
Die ersten drei hast du so gut wie sicher schon, wenn du mit Stager arbeitest. Die vierte ist eine wichtige Datenquelle, die dir gerade wegbricht. Sie liegt nämlich im Browser, also genau da, wo Third-Party-Daten blockiert werden.
Außerdem hängen deine bezahlten Kampagnen am stärksten von dieser Kategorie ab, weil Werbeplattformen auf das optimieren, was sie vom Verhalten der Besucher:innen sehen.
Am besten löst du das mit Server-Side-Tracking.

Beim Server-Side-Tracking laufen die Daten deiner Besucher:innen zuerst über deinen eigenen Server und gehen erst von dort an Werbeplattformen. Der Browser meldet also nicht mehr direkt an Meta oder Google.
Diese eine Änderung macht viel aus, weil browserbasiertes Tracking ständig von Adblockern, Tracking-Schutz und Privatsphäre-Einstellungen abgefangen wird. Dein Server nicht. Wenn die Daten von deiner eigenen Infrastruktur rausgehen, kommen sie auch an. So behältst du als Eventmarketerin die Kontrolle: Du entscheidest, was deinen Server verlässt und was bleibt.
Client-Side-Tracking, das Third-Party-Daten sammelt, gibt der Werbeplattform alles, was der Browser sieht, und vertraut darauf, dass sie sich benimmt.
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Das einzurichten hieß früher: teure Entwicklungszeit und eine saftige Rechnung dafür. Heute nicht mehr. Stager arbeitet mit TAGGRS zusammen, einer niederländischen First-Party-Performance-Plattform, die mit Server-Side-Tracking die Qualität deiner Marketingdaten verbessert. TAGGRS ist die zentrale Schaltstelle, bevor Daten bei deinen Analytics- und Werbeplattformen ankommen. So gehen weniger Daten verloren und deine Messungen werden verlässlicher. Du optimierst Kampagnen besser und triffst Entscheidungen auf Basis echter Daten. Und dein Datenweg bleibt in Europa und unter deiner Kontrolle.
Mindestens Name, E-Mail-Adresse und Marketing-Einwilligung, erfasst beim Checkout oder bei der Anmeldung. Mit Kaufhistorie und Vorlieben für Genres oder Events werden die Daten erst richtig nützlich für die Segmentierung. In Stager findest du sie unter Contacts, Orders und Customer interests.
Ja. Wiederkehrende Besucher:innen sind dein günstigstes Publikum, weil du schon weißt, was sie gekauft haben und was sie als Nächstes wahrscheinlich wollen. Ein segmentiertes Mailing an Leute, die eine ähnliche Show gekauft haben, schneidet durchweg besser ab als ein allgemeiner Newsletter an alle.
Ja, solange der Shop dir gehört und die Käufer:innen eingewilligt haben. Daten, die Ticketkäufer:innen dir beim Stöbern und beim Checkout in deinem eigenen Stager-Shop geben, sind First-Party-Daten. Und sie gehören dir.
Es schickt vollständigere Conversion-Daten an Plattformen wie Meta und Google zurück. Besserer Input heißt bessere Optimierung, genauere Attribution und weniger Budget für Kampagnen, die schlechter aussehen, als sie sind.
Ja. Server-Side-Tracking ändert, wie Daten fließen, nicht, ob du für das Sammeln eine Einwilligung brauchst. Die DSGVO gilt auch für First-Party-Daten, und Banner, die Leute zum Zustimmen drängen, sind genau das, wofür Behörden in den Niederlanden und Belgien Bußgelder verhängen.
Geschrieben von Tom Harden
Marketing und Communications Coordinator